Weltcup-Notizen vor Moskau und Dresden

Noch vier Tage bis zum Weltcup in Moskau. Eine Woche drauf erlebt die Serie ihr Finale in Dresden. Viele Teams haben ihre Läufer schon benannt, auch die Deutschen. Überraschend im Einsatz ist auch Tina Grassow …


ZU ACHT NACH MOSKAU.
Bundestrainer Michael Kooreman hat ein achtköpfiges deutsches Aufgebot für den Weltcup in Moskau (11. bis 13. Februar) benannt. Beim vorletzten Saison-Weltcup starten Torsten Kröger (Rostock), Paul Herrmann, Robert Becker, Robert Seifert, Christin Priebst, Bianca Walter, Josephine Meschnik und Julia Riedel (alle Dresden). Beim Weltcup-Finale in Dresden wird die DESG dann das maximale Kontingent von 12 Läufern ausschöpfen. Die Entscheidung über die vier zusätzlichen Starter fällt aber erst Ende der Woche.


EXPERTENKOMMENTAR.
Die Dresdnerin Tina Grassow, Olympiateilnehmerin 2006 und Staffel-Europameisterin 2007, ist beim Weltcup-Finale 2011 in ihrer Heimatstadt wieder im Einsatz − allerdings nicht auf dem Eis. Bei den Übertragungen des Dresden-Fernsehens wird sie dem Kommentator als Shorttrack-Expertin zur Seite stehen. Aber sie steht auch selbst regelmäßig wieder auf den Eis, aber auch hier anders, als man vielleicht denkt. »Ich bin ja gelernte Eiskunstläuferin und trainiert junge Eiskunstläufer«, sagt die 22-jährige, »die meiste Zeit verbringe ich allerdings mit dem Studium der Medienwissenschaften an der Hochschule Mittweida.«


HAMELINS KOMMEN UND GEHEN.
Doppel-Olympiasieger Charles Hamelin und sein Bruder Françoise, die kürzlich bei den Kanadischen Meisterschaften Platz 1 und 2 belegten (für »King Charles« war es der achte Titel hintereinander) führend zwar das Aufgebot ihres Landes für den Weltcup in Moskau an, werden von dort aber wieder zurückfliegen, um für die Weltmeisterschaften zu trainieren. Die weiteren Starter in Moskau: Olivier Jean, Michael Golday, Guillaume Blais-Dufour; Marianne St-Gelais, Marie-Ève Drolet, Jessica Hewitt, Jessica Gregg, Marie-Andrée Mendes-Campeau. Dresden: Valérie Maltais (statt Mendes-Campeau), Guillaume Bastille, Maxime Fortin (für die Hamelins). [Quelle]


FONTANA KOMMT.
Bei den bis gestern ausgetragenen Italienischen Meisterschaften musste sie wegen eines Infekts noch zuschauen, bei den Weltcups in Moskau und Dresden ist die einzige europäische Medaillengewinnerin von Vancouver wieder an Bord des italienischen Teams: Arianna Fontana führt die zehnköpfige Mannschaft unter Nationaltrainer Éric Bédard an. Die Weltcupstarter: Lucia Peretti, Elena Viviani, Matteo Compagnoni (alle Bormio), Cecilia Maffei, Nicola Rodigari (beide Rom), Tommaso Dotti, Edoardo Reggiani, Davide Viscardi (alle Mailand), Arianna Fontana, Martina Valcepina (beide Predazzo). [Quelle]


Wo gibt es Karten für den Weltcup in Dresden? | Weltcup-Homepage


 

Ist eine Staffel-WM-Quali noch drin? Schwieriges Unterfangen! Aber nicht unmöglich, glaubt Bundestrainer Michael Kooreman. Die folgende Vorschau für den Moskau-Weltcup ist (leicht gekürzt) dem DESG-Pressedienst entnommen.

Überstunden für Moskau

Nur Minuten nach den Staffel-Finals der Shorttrack-EM in Heerenveen versammelte der neue Chef-Bundestrainer seine jungen Männer und Frauen in der Umkleidekabine und richtete die Enttäuschten, die als jeweils Vierte hauchdünn an den Medaillenrängen vorbeigeschrammt waren, auf. Während draußen die Siegerehrungen stattfanden. Mike Kooreman verkündete eine neue Zeitrechnung.

„Er sagte uns, dass wir ihn bald hassen werden für das größere und härtere Trainingsprogramm“, verriet Julia Riedel. Inzwischen ist zumindest das mit dem verstärkten Umfang Realität, und: nein, sie hassen ihren Trainer nicht. Obwohl die 1a-Läufer um Paul Herrmann und Christin Priebst neuerdings ganz ordentlich „Überstunden“ auf dem Dresdner Eis schieben.

„Ein neues Programm mit Einheiten, die sich nun schon mal auf drei statt anderthalb Stunden erstrecken“, hat DESG-Shorttrack-Referent Matthias Kulik beobachtet. „Alle sind mit Feuereifer dabei. Vor und nach den Eis-Einheiten wird intensiv kommuniziert.“ Ob das „intensive und ermüdende Training“ (Kulik) Impulse für den letzten Weltcup-Block dieses Winters bewirkt? Dienstag ist Abflug, am Wochenende (11.-13. Februar) geht es in Moskau rund, vom 18. bis 20. Februar bittet Dresden die Welt-Elite zum Stelldichein.

Letzte Gelegenheit, den internationalen Vergleich im Hinblick auf die Weltmeisterschaft drei Wochen später in Sheffield zu ziehen. Nach Mittelengland soll eine DESG-Truppe reisen, die möglichst aus mehr als nur zwei Männern und Frauen für die Einzelstarts besteht. Die Staffeln müssen sich deshalb in Moskau und Dresden bewähren, um noch das Ticket nach Sheffield zu lösen.

Ein schwieriges Unterfangen. Aber Kooreman weiß, wie es gehen könnte. Er legte im Training einen Schwerpunkt auf die Staffeln und das soll sich nun im Winter-Endspurt auszahlen. Die Einzel-Entscheidungen in der russischen Metropole umfassen Rennen über 500, 1500 sowie zweimal 1000 m.

Zur DESG-Seite | Mehr zum Moskau-Weltcup | Mehr zum Dresdner Weltcup

 
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