EM in Heerenveen als Saison-Wendepunkt

Auch wenn am Ende die erhoffte Medaille knapp verfehlt wurde: Die Europameisterschaften in Heerenveen waren ein Wendepunkt im Saisonverlauf für den deutschen Shorttrack.

Die ehemalige Top-Shorttrackerin Aika Klein, noch vor einem Jahr in Dresden Staffel-Europameisterin, verfolgte die EM von der Tribüne und machte eine „neu entfachte Lust am Siegen“ aus. Die dreimalige Olympiastarterin kann es beurteilen, war sie doch seit ihrem Rücktritt im Frühjahr immer wieder nah dran an der Nationalmannschaft.

 

„Als ich zuvor ein paarmal beim Training war, war ich sehr enttäuscht darüber, wie wenig Spaß und Herzblut aus Éric Bédards Zeiten übriggeblieben ist. Ich denke, das haben auch die vorangegangenen Ergebnisse widergespiegelt“, meinte die gebürtige Rostockerin, „Nach den Unruhen im Team durch Berg- und Talfahrt von Hoffnungen und Enttäuschungen durch das wiederholte Aufschieben der Trainerentscheidung scheint nun ein neuer Optimismus aufzublühen. Sowohl Trainer als auch Sportler können es nicht erwarten, die neuen Aufgaben in Angriff zu nehmen.“

Der Mann, um den es geht, ist Michael Kooreman, seit 1. Januar 2011 Bundestrainer Shorttrack der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft. Schon wenige Tage nach seinem Dienstantritt in Dresden sagte Christin Priebst: „Ich bin mit der Entscheidung wunschlos glücklich.“ Nachdem sich der neue Nationalcoach bis einschließlich der EM Zeit genommen hatte, die Sportler kennenzulernen und die Regie Übergangstrainer Miroslav Boyadzhiev überlassen hatte, nahm er am Dienstag das Szepter in die Hand.

Zunächst vermittelte Kooreman den Sportlern sein Credo: „Kämpft bis zum Umfallen. Rennen sind erst vorbei, wenn ihr über die Ziellinie gelaufen seid. Gebt niemals auf!"  Und begann mit hartem Training, über das der Dresdner Sprintspezialist Robert Seifert urteilte: „Erstens wusste ich nicht, dass man so viele Dinge in einer Trainingseinheit umsetzen konnte und zweitens hat er mir das Gefühl vermittelt, dass mich alle folgenden Trainingseinheiten im Sport weiter voranbringen werden. Jetzt bin ich wieder sehr optimistisch, wenn ich in die Zukunft blicke.“

Auch Kooreman verbreitete Optimismus: „Auf die Sportler kommt harte Arbeit zu. Aber sie wird sich lohnen. In vier Wochen werden wir eine neue deutsche Mannschaft erleben.“ Da bekommt man gleich Appetit auf das Weltcup-Finale vom 18. bis 20. Februar in Dresden!

Berichte über die Eurpameisterschaften

 
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